Kinoabend in Stuttgart: LUX-Finalist „SORDA“ bewegt das Publikum
Filmabend in Stuttgart: ‚SORDA – Der Klang der Welt‘ (LUX-Publikumspreis-Finalist) bewegte das Publikum. Wie der preisgekrönte Film über Gehörlosigkeit und Inklusion die Perspektive verändert – und welche gesellschaftlichen Barrieren es noch zu überwinden gilt, diskutierten der EU-Abgeordnete Andreas Glück und Gehörlosenvertreterin Annette Bach.
Am 15. März 2026 wurde im CINEMA Innenstadtkino Stuttgart der spanische Film „SORDA – Der Klang der Welt“ von Eva Libertad gezeigt, einer der fünf nominierten Filme für den LUX-Publikumspreis 2026. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München, der Region Stuttgart, der Film Commission Stuttgart, sowie des Creative Europe Desk München. Der Kinosaal war gut gefüllt und die Atmosphäre von Beginn an besonders.
"SORDA" erzählt die bewegende Geschichte einer gehörlosen Frau und ihres hörenden Partners, die ihr erstes Kind erwarten. Sensibel und eindringlich beleuchtet der Film Themen wie Elternschaft, Kommunikation und gesellschaftliche Barrieren. Das Publikum wurde in eine Welt geführt, in der Fragen von Inklusion und Identität greifbar und emotional erfahrbar werden.
Talkrunde mit Europaabgeordnetem Andreas Glück
Im Anschluss an die Vorführung moderierte Constanca Dada die Gesprächsrunde. Andreas Glück, Europaabgeordneter, diskutierte gemeinsam mit Anette Bach, Vorstandsvorsitzende des Landesverbands der Gehörlosen Baden-Württemberg e. V. und selbst gehörlose Mutter, über Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Besonders eindrücklich waren die persönlichen Einblicke in den Alltag gehörloser Menschen und Familien. Andreas Glück zeigte sich beeindruckt von der Darstellung im Film und dem offenen Austausch. Der Abend bot neue Perspektiven auf gesellschaftliche Teilhabe und die Bedeutung echter Barrierefreiheit. Auch Fragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse und die Bereitschaft, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen
Ein besonderer Moment des Abends war der visuelle Applaus: Statt zu klatschen, hoben viele Gäste die Hände und bewegten sie in der Luft – eine eindrucksvolle Geste der Wertschätzung aus der Gehörlosengemeinschaft, die im gesamten Saal spürbar war.
Ein Abend, der nachwirkt
Sowohl der Film als auch die Diskussion hinterließen bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck. Der Abend machte deutlich, wie wichtig Begegnung, Austausch und Perspektivwechsel sind, um gegenseitiges Verständnis zu fördern.
Der LUX-Publikumspreis des Europäischen Parlaments leistet hierzu einen wertvollen Beitrag, indem er europäische Filme fördert, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und Diskussionen anstoßen. „SORDA“ ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür.
Welcher Film gewinnt den LUX-Publikumspreis 2026?
Auch in diesem Jahr ist das Publikum gefragt: Gemeinsam mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments können Zuschauerinnen und Zuschauer noch bis zum 12. April 2026 über den Gewinnerfilm abstimmen. Nutzen Sie die Gelegenheit, die nominierten Filme 2026 anzusehen und Ihre Stimme abzugeben!
👉 Zur Abstimmungsseite des LUX-Publikumsfilmpreises 2026
