EP-Präsidentin Metsola auf Münchner Sicherheitskonferenz
Im Rahmen der 62. Münchner Sicherheitskonferenz in München war die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, am 14. Februar 2026 als Gast zum Panel „Koalition der Fähigen? Langfristige Unterstützung der Ukraine sicherstellen“ eingeladen.
An der Diskussion im Großen Saal des Hotels „Bayerischer Hof“ am Samstagvormittag nahmen teil: Volodymyr Zelenskyy (Präsident der Ukraine), Roger F. Wicker, Vorsitzender des Ausschusses für die Streitkräfte des US-Senats, Roberta Metsola, MdEP, sowie Mark Rutte, NATO Generalsekretär.
Die von Christiane Amanpour (CNN-Chefmoderatorin für internationale Nachrichten) moderierte Podiumsrunde diskutierte darüber, wie eine nachhaltige militärische, finanzielle und politische Unterstützung für die Ukraine sichergestellt werden kann. Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments seit 2022, stellte unmissverständlich klar, das die Europäische Union der Ukraine weiterhin zur Seite steht, so wie sie es seit Tag 1 der russischen Aggression getan hat. Die Sicherheit der Ukraine sei ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheit Europas.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs habe die EU und ihre Mitgliedstaaten militärische Unterstützung in Höhe von 69,3 Milliarden Euro bereitgestellt und mehr als 86.000 ukrainische Soldaten ausgebildet.
In den vier Jahren seit dem 24. Februar 2022 habe die Europäische Union mehr in ihre Verteidigung investiert als in den Jahrzehnten davor. Die EU übernehme Verantwortung und unsere Streitkräfte sind nicht länger nur eine Nebensache, so Metsola. Die Welt sei sicherer, wenn die EU und die USA gemeinsam handelten. Ausdrücklich warnte sie davor, die Entschlossenheit Europas zu seiner eigenen Verteidigung zu unterschätzen: Mit einem Verteidigungsindustrieprogramm seien die ukrainische und die EU-Verteidigungsindustrie bereits eng verbunden. Metsola sagte weiter, die Zukunft der Ukraine liegt in der Europäischen Union. Die Erweiterung der EU sei die größte Sicherheitsgarantie und eine EU-Mitgliedschaft der stärkste Schutzschild.
Das Europäische Parlament sei die erste europäische Institution gewesen, die sich für den Kandidatenstatus der Ukraine ausgesprochen habe und es arbeite eng mit der Werchowna Rada (dem ukrainischen Parlament) zusammen, um die Demokratie in der Ukraine auf einen Beitritt vorzubereiten. In der Zwischenzeit arbeite man weiter auf eine schrittweise Integration der Ukraine in den Binnenmarkt hin. Konkrete Maßnahmen, wie die Einbeziehung der Ukraine in die EU-Roamingzone, trügen dazu bei, den Ukrainerinnen und Ukrainern zu zeigen, dass die Vorteile der EU keine abstrakten Versprechungen sind, so Metsola.
