KI & Diplomatie: München diskutiert Europas Zukunft
Wie prägt KI die globale Politik? Das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München lud am 13. Februar 2026 zum Frühstücksgespräch mit MdEP Sergey Lagodinsky (Grüne/EFA) – direkt vor der 62. Münchner Sicherheitskonferenz. Mit Ahead Luxemburg und der Hanns-Seidel-Stiftung diskutierten rund 50 Experten, wie Europa auf die geopolitischen Herausforderungen der KI reagieren muss.

KI als Game-Changer: Wie Europa die globale Governance neu denkt
Sergey Lagodinsky, MdEP (Grüne/EFA), Berichterstatter für den KI-Omnibus Rechtsakt und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Europäischen Parlaments, war Special Guest im Verbindungsbüro in München. Im Chat mit Arantza Caballero gab er Beispiele für praktische Ansätze zur Integration von KI in Diplomatie und Regierungsführung. Da Künstliche Intelligenz Machtverhältnisse, Sicherheit und globale Governance neu gestalte, müsse sich auch die EU-Diplomatie anpassen.
Konvergierende Grenzen: Industrie, Wissenschaft und Diplomatie im Dialog
Im anschließenden Panel „Konvergierende Grenzen“ diskutierte Dr. Markus Siewert, CEO des Think Tanks School of Politics and Public Policy (TUM), über KI-Beschaffung, Cybersicherheit und strategische Abhängigkeiten. Im Fokus stand die Frage, wie Abstimmung zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik gelingen kann.
Weltweite Perspektiven: Wie KI Machtverhältnisse und Innovation verändert
Die Panel-Diskussion mit Girija Shivakumar, Lucia de Luca, Wambui Kahara und Julia Dudenko zeigte: KI ist bereits heute ein zentrales Element moderner Staatskunst. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Regionen der Welt brachten Erfahrungen zu geopolitischen Auswirkungen von KI bei Innovation und Regulierung ein. Deutlich wurde, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit Regierungsführung, strategische Weitsicht und internationale Kooperation stärken kann.
Von München auf die MSC: Ein MdEP zwischen Side-Events und Strategiedebatten
Für Sergey Lagodinsky ging es nach der Veranstaltung direkt weiter: Als Speaker auf zahlreichen Side-Events der Münchner Sicherheitskonferenz war er u.a. beim „European Defense Townhall“, dem Panel „Dual-Use Strategie“ und der Runde „Aufbau des neuen ukrainischen Energiesystems“ vertreten.

© Foto: MSC/Kuhlmann
Fazit: Warum München der ideale Startpunkt für Europas KI-Dialog ist
Die gemeinsame Veranstaltung mit Ahead Luxemburg und der Hanns-Seidel-Stiftung im Münchner Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments machte deutlich: KI ist nicht nur eine Technologie – sie ist eine geopolitische Herausforderung für Europa, die interdisziplinären Austausch erfordert. Das traditionelle Format am Freitagmorgen vor der Münchner Sicherheitskonferenz bietet Europaabgeordneten eine ideale Plattform, bevor sie zu den offiziellen Meetings am Wochenende aufbrechen.