Moments for Myself Day in München: Wie die EU Frauen stärkt
Beim Moments for Myself Day am 16. Oktober 2026 in München stand Female Empowerment im Rampenlicht. Im Panel mit der Europaabgeordneten Maria Noichl ging es um KI, Demokratie und Zukunftsgestaltung – und darum, warum europäische Politik für weibliche Selbstbestimmung wichtig ist.
Ein Tag voller Impulse, Begegnungen und Empowerment
Wie gestalten wir eine Zukunft, in der Frauen gleichberechtigt mitentscheiden können? Diese Frage betrifft nicht nur den persönlichen Alltag, sondern auch die europäische Politik. Beim Moments for Myself Day des Frauenmagazins myself am 16. Oktober 2026 in München kamen über 500 Gäste und rund 25 Speaker zusammen, um über Selbstfürsorge, persönliche Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel zu sprechen. Auch die Europaabgeordnete Maria Noichl brachte die europäische Perspektive in das vielseitige Programm ein. Zum Abschluss wurden bei den myself Awards Florence Gaub, Milka Loff Fernandes und Düzen Tekkal in den Kategorien Stimme, Inspiration und Role Model des Jahres ausgezeichnet.
Zwischen KI, Demokratie und Zukunft: Das Panel mit Maria Noichl
Ein Highlight des Programms war das Panel „Future-ready: Was können wir noch glauben und wie gestalten wir Zukunft?“. Die Europaabgeordnete Maria Noichl diskutierte gemeinsam mit der Zukunftsforscherin und Bestsellerautorin Florence Gaub sowie der Philosophin und Journalistin Rebekka Reinhard darüber, wie wir mit Desinformation umgehen, welche Herausforderungen künstliche Intelligenz (KI) mit sich bringt und wie wir die Zukunft aktiv mitgestalten können.
Future-ready durch Kompromisse, Haltung und Zusammenhalt
Mit Blick auf soziale Medien sprach Noichl davon, dass Hass zu einer „neuen Währung“ geworden sei. Hass lasse sich schnell verbreiten und könne den öffentlichen Diskurs prägen. Auch politische Begriffe würden dadurch negativ aufgeladen – etwa der Kompromiss, obwohl es eine Leistung sei, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen und einen gemeinsamen Weg zu finden. „Wer das schafft, ist Künstler und Künstlerin in der Politik“, sagte sie.
Wie wichtig es ist, gerade in einem von Hass geprägten Diskurs Haltung zu zeigen, machte Noichl ebenfalls deutlich. „Haltung hat mit einer Haltelinie zu tun“, betonte sie. Haltung zeige sich demnach besonders dann, wenn man zwar die Möglichkeit habe, etwas zu sagen oder zu tun, sich aus Überzeugung aber bewusst dagegen entscheide. Zugleich sprach sie über den Umgang mit Rückschlägen. Ein Schritt zurück könne helfen, ein Ziel neu zu bewerten oder einen anderen Weg einzuschlagen. Gerade Frauen sollten solche Erfahrungen miteinander teilen: „Misserfolg kann man alleine tragen, muss man aber nicht alleine tragen.“
Auch die Herausforderungen künstlicher Intelligenz waren Thema. Noichl betonte die Bedeutung gemeinsamer europäischer Ansätze, denn die Risiken digitaler Technologien enden nicht an nationalen Grenzen.
Neue Menschen für Europa begeistern
Neben dem Bühnenprogramm bot der Stand des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München Raum für spannende Gespräche über Europa. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr darüber zu erfahren, wie europäische Politik ihren Alltag und die Zukunft Europas mitprägt. Um möglichst vielen engagierten Frauen die Teilnahme an der Veranstaltung zu ermöglichen, stellte das Verbindungsbüro außerdem über seinen Event-Newsletter 30 Freikarten für Frauen aus der Community zur Verfügung
Zukunft gestalten – gemeinsam und gleichberechtigt
Wenn es eine Botschaft gibt, die von diesem Tag nachhallt, dann ist es, wie Maria Noichl es schön auf den Punkt bringt: „Zukunft gestalten wir alle. Wir haben zugegeben […] unterschiedliche Armlängen beim Zukunft gestalten, aber da brauche ich jeden Arm und vor allen Dingen jedes Herz.“
Noichls Bild der unterschiedlichen „Armlängen“ macht deutlich, dass Menschen nicht immer dieselben Möglichkeiten haben, ihre Zukunft mitzugestalten. Das Europäische Parlament setzt sich dafür ein, diese Unterschiede abzubauen und Gleichstellung sowie Frauenrechte zu stärken.